Are­al­ent­wick­lung mit Weit­blick

Wie Trans­for­ma­ti­on zu­kunfts­fä­hi­ge Orte schafft

Wie ent­wi­ckelt man Are­a­le, die auch in 30 Jah­ren noch funk­tio­nie­ren? Er­folg­rei­che Are­al­ent­wick­lung be­ginnt beim Be­stand, ver­bin­det Tech­nik mit Stra­te­gie und lässt Wan­del zu. Wir zei­gen, wie Um­nut­zung, Trans­for­ma­ti­on und Nut­zungs­fle­xi­bi­li­tät zu zu­kunfts­fä­hi­gen Ge­bäu­den und Quar­tie­ren füh­ren.

Bei eicher+pauli verstehen wir Arealentwicklung nicht als einzelnes Bauprojekt, sondern als langfristigen Entwicklungsprozess, der Architektur, Technik, Energie und Nutzung zusammenführt. Jede Arealentwicklung beginnt mit dem genauen Blick auf den Bestand. Bestehende Gebäude, Infrastrukturen und Energieflüsse sind keine Hindernisse, sondern wertvolle Ressourcen.

Zentrale Fragen in der frühen Phase:

  • Welche Gebäude lassen sich erhalten, sanieren oder transformieren?
  • Wo liegen energetische, räumliche und strukturelle Potenziale?
  • Welche Identität und Geschichte prägen das Areal?

👉 Ein Beispiel ist das WIFAG-Areal in Bern. Bei diesem Areal wird der Bestand bewusst als Chance verstanden. Tragstrukturen und Untergeschosse können weitergenutzt werden – ein wichtiger Beitrag zur Reduktion grauer Energie und CO₂-Emissionen. Gleichzeitig wird das Areal energetisch neu gedacht: mit Photovoltaik, innovativem Wassermanagement und einem zukunftsgerichteten Energieversorgungskonzept.

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie Bestandsentwicklung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen.

Trans­for­ma­ti­on statt Er­satz­neu­bau

Transformation bedeutet, bestehende Areale an neue Nutzungen anzupassen, statt sie vollständig zu ersetzen. Gerade ehemalige Industrie-, Gewerbe- oder Infrastrukturanlagen bieten enormes Potenzial für gemischte Nutzungen, Verdichtung und neue Quartiersstrukturen.

Entscheidend ist dabei:

  • eine klare Entwicklungsstrategie
  • eine etappierbare Umsetzung
  • robuste technische Systeme, die mitwachsen können

👉 Ein Praxisbeispiel ist das Areal Wydeneck in Dornach. Das ehemalige Industrieareal wird schrittweise zu einem gemischt genutzten, attraktiven und zukunftsgerichteten Quartier transformiert. Im Zentrum steht die Weiterentwicklung des Bestands: Bestehende Gebäude und Infrastrukturen werden gezielt genutzt, ergänzt und energetisch erneuert, statt durch Ersatzneubauten verdrängt zu werden. Wir wurden beauftragt, eine durchgehend stimmige Energie- und Medienversorgung zu konzipieren, welche den nachhaltigen Ansprüchen der HIAG nach einer CO2-freien Arealversorgung Rechnung trägt.

Nut­zungs­fle­xi­bi­li­tät als Schlüs­sel zur Zu­kunfts­fä­hig­keit

Arealentwicklungen müssen Veränderungen zulassen. Nutzungen ändern sich, Arbeitswelten wandeln sich, technische Anforderungen entwickeln sich weiter. Gebäude und Infrastrukturen, die diese Dynamik aufnehmen können, bleiben langfristig wertvoll.

Nutzungsflexibilität betrifft:

  • Raumstrukturen
  • Gebäudetechnik
  • Energie- und Medienversorgung
  • Schnittstellen zwischen einzelnen Bauten

👉Ein Praxisbeispiel ist das Universitätsspital Zürich (USZ): Der Neubau Campus MITTE1|2 ist Teil der langfristigen Erneuerung des gesamten USZ-Kernareals mit Neubauten, weiteren geplanten Gebäuden und umfassenden strukturellen Entwicklungen über mehrere Jahrzehnte hinweg. Die langfristige Nutzungsflexibilität steht im Zentrum. Ein Spitalareal muss medizinische, technologische und organisatorische Veränderungen über Jahrzehnte aufnehmen können.

Unsere Planung der Energie- und Gebäudetechnik ist darauf ausgelegt, hochkomplexe Nutzungen zuverlässig zu versorgen und gleichzeitig Anpassungen im laufenden Betrieb zu ermöglichen. Flexible Systeme, hohe Energieeffizienz und nachhaltige Versorgung sind hier kein Widerspruch, sondern Voraussetzung.

Ener­gie als ver­bin­den­des Ele­ment auf Are­al­ebe­ne

Eine zukunftsfähige Arealentwicklung denkt Energie nicht gebäudeweise, sondern vernetzt. Arealübergreifende Systeme ermöglichen höhere Effizienz, den Einsatz erneuerbarer Quellen und den Austausch von Energie zwischen verschiedenen Nutzungen.

👉Ein Praxisbeispiel ist das Suurstoffi Areal in Risch-Rotkreuz und eines der fortschrittlichsten Energieprojekte der Schweiz. Herzstück ist ein grossflächiges Anergienetz mit Geospeicher, das Abwärme, Umweltenergie und erneuerbaren Strom intelligent kombiniert.

Das Ergebnis:

  • CO2-freier Betrieb ohne externe Energiezufuhr
  • Energiekonzept für Zero-Zero-Energiesystem
  • hohe Versorgungssicherheit

Dieses Projekt zeigt eindrücklich, wie Energie-, Areal- und Gebäudeplanung zu einem ganzheitlichen System verschmelzen.

Fazit: Are­al­ent­wick­lung als Ver­ant­wor­tung für mor­gen

Bei eicher+pauli begleiten wir Areale von der frühen Analyse über die strategische Entwicklung bis zur Umsetzung – oft über viele Jahre hinweg. Arealentwicklung bedeutet Verantwortung: für Ressourcen, für bestehende Bausubstanz und für kommende Generationen.

Erfolgreiche Arealentwicklung entsteht nicht durch Einzelmassnahmen. Sie erfordert:

  • eine strategische Gesamtvision
  • den bewussten Umgang mit Bestand
  • technische und energetische Integration
  • flexible, anpassungsfähige Strukturen
  • langfristige Begleitung über mehrere Entwicklungsphasen

Wir verstehen Arealentwicklung als Verantwortung – gegenüber Ressourcen, bestehenden Strukturen und kommenden Generationen. Mit unserem interdisziplinären Ansatz schaffen wir Areale, die heute funktionieren und morgen bestehen. Ob Umnutzung, Transformation, Altbausanierung oder Neubau – entscheidend ist das Zusammenspiel aus Strategie, Technik, Architektur und Nutzung.

Wir entwickeln Areale mit Weitblick – nachhaltig, flexibel und langfristig wertvoll. Interessiert? Kontaktieren Sie uns.

Arealentwicklung mit Weitblick

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