Sie­ben Wo­chen Prak­ti­kum – ein Er­fah­rungs­be­richt

Sie­ben Wo­chen Prak­ti­kum am Stand­ort Lie­stal

Lena Piot stu­diert Phy­sik und Ma­the­ma­tik und be­schäf­tigt sich in­ten­siv mit the­o­re­ti­schen Mo­del­len und ide­a­li­sier­ten Pro­blem­stel­lun­gen. Im Rah­men ihres sie­ben­wö­chi­gen Prak­ti­kums bei uns in Lie­stal woll­te sie des­halb er­le­ben, wie diese Kon­zep­te in re­a­len Pro­jek­ten zur An­wen­dung kom­men – und wie aus phy­si­ka­li­schen Grund­la­gen kon­kre­te pla­ne­ri­sche Ent­schei­dun­gen ent­ste­hen.

In meinem Physikstudium beschäftige ich mich viel mit theoretischen Modellen und idealisierten Problemen. Für mein Praktikum bei eicher+pauli wollte ich deshalb einmal erleben, wie diese Konzepte in realen Projekten angewendet wer-den und wie aus physikalischen Grundlagen konkrete planerische Entscheidungen entstehen.

Während meiner sieben Wochen in Liestal konnte ich sehr unterschiedliche Bereiche kennenlernen. Besonders span-nend fand ich die Arbeit mit IDA ICE. Dabei habe ich Heiz- und Kühllasten verschiedener Räume untersucht und an-schliessend auch CFD-Simulationen durchgeführt.

Von Si­mu­la­ti­o­nen, Pro­jekt­skiz­zen und Tools pro­gram­mie­ren

Ein Beispiel, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war die Frage, ob an kalten Instrumenten in einem Sterilbe-reich Kondensation auftreten kann. Was zunächst nach einer einfachen physikalischen Fragestellung klingt, wird in einem realen Gebäude schnell komplizierter, weil Temperatur, Feuchte, Luftströmung und Nutzung gleichzeitig berück-sichtigt werden müssen.

Neben den Simulationen durfte ich auch an Projektskizzen mitarbeiten und ein eigenes Tool zum automatisierten Plana-bgleich programmieren. Das war für mich ein weiteres Highlight, weil ich damit nicht nur bestehende Software verwendet habe, sondern selbst eine kleine Lösung für eine konkrete Aufgabe entwickeln konnte. Gegen Ende meines Praktikums habe ich ausserdem einen Guide zu zukünftigen Klimaszenarien und deren Anwendung in der Gebäudesimulation erar-beitet.

Spür­ba­rer Un­ter­schied zwi­schen Uni­ver­si­tät und In­ge­ni­eu­r­pra­xis

Besonders interessant war für mich der Unterschied zwischen Universität und Ingenieurpraxis. Im Studium sind Aufgaben oft klar definiert und führen über einen sauberen Lösungsweg zu einem Ergebnis. Bei realen Projekten muss man sich dagegen häufig Schritt für Schritt an eine gute Lösung herantasten, Annahmen überprüfen, Modelle anpassen und manchmal auch etwas herumprobieren. Genau diese Mischung aus physikalischem Verständnis und praktischem Problemlösen hat mir sehr gefallen.

Auch die Arbeitsatmosphäre habe ich als sehr angenehm erlebt. Ich konnte viel selbstständig arbeiten, hatte aber gleichzeitig immer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mich auszutauschen. Und ein Bürohund macht den Arbeitsalltag natürlich noch viel besser.

Aus dem Praktikum nehme ich vor allem einen viel klareren Einblick in das Ingenieurwesen mit. Es war spannend zu sehen, wie die Themen aus meinem Studium genutzt werden können, um reale Gebäude zu planen, Energie sinnvoll einzusetzen und damit auch einen Beitrag zu einer klimaverträglicheren Zukunft zu leisten.

Ich möchte mich bei allen bei eicher+pauli in Liestal für die tolle Zeit und die vielen spannenden Einblicke bedanken. Ich habe in den sieben Wochen sehr viel gelernt und mich im Team sehr wohlgefühlt.

Lena Piot Sieben Wochen Praktikum

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