
Pinch-Analyse für Rivella AG
Pinch-Analyse für Rivella AG: Bis zu 64 % CO₂-Reduktion durch Abwärme- und Effizienzpotenziale
Für die Rivella AG in Rothrist AG wurde eine umfassende Pinch-Analyse zur strategischen Energieplanung durchgeführt. Ziel war die Identifikation von Energieeffizienzpotenzialen sowie die Entwicklung einer langfristigen Dekarbonisierungsstrategie für die Produktions- und Infrastrukturanlagen. Die Rivella AG produziert jährlich rund 100 Mio. Liter Getränke und weist einen Wärmebedarf von etwa 12 GWh und einen Kühlbedarf von rund 8 GWh auf. Dabei sind rund 2.5 GWh aktive Kälte.
Im Rahmen der Analyse wurden sämtliche Produktionslinien sowie die zugehörige Infrastruktur detailliert untersucht. Aufgrund der semi-kontinuierlichen Prozesse erfolgte eine differenzierte Betrachtung einzelner Anlagen. Ein zentrales Ergebnis ist die empfohlene Transformation der bestehenden Wärmeversorgung: Das heutige Hochtemperatur-Heisswassernetz soll künftig in mehrere Netze mit abgestuften Temperaturniveaus aufgeteilt werden, um Verluste zu reduzieren und erneuerbare Energien besser zu integrieren.
Die Studie zeigt ein erhebliches Einsparpotenzial von rund 64 % der CO₂-Emissionen sowie 35 % des Endenergieverbrauchs. Wesentliche Massnahmen umfassen die Wärmerückgewinnung aus Druckluftanlagen, die Umstellung der Gebäudeheizung auf eine Grundwasser-Wärmepumpe sowie Optimierungen in der Kälteversorgung. Die Ergebnisse bilden eine fundierte Grundlage für die schrittweise Umsetzung wirtschaftlicher und nachhaltiger Energielösungen.
Highlights:
- Ganzheitliche Analyse von Produktion und Infrastruktur
- Anwendung der Pinch-Methodik bei komplexen, semi-kontinuierlichen Prozessen
- Entwicklung einer klaren Transformationsstrategie (Dekarbonisierungspfad)
- Unterstützung durch EnergieSchweiz
Geschäftsfelder
- energie+strategie
Auftraggeber
Rivella AG
Bauherrschaft
Rivella AG
Objektart
- Areal
- Industrie Gewerbe
Leistungen e+p
- CO2- und Netto Null-Beratung
- Energiekonzepte
Baujahr
2022–2025